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Gesellschaftskritik und Gedanken zu aktuellen Dingen

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Der benachteiligte Mann


Meine Betrachtungen über die Gender-Ideologie, will ich damit abschließen dass ich auf die Folgen eingehe, die diese für die Männer haben. Dazu will ich zuerst die unterschiedliche Entwicklung von Männern und Frauen beleuchten.

Was Seele, was Bewusstsein ist, wissen wir nicht. Es ist aber zweifellos so, dass Materielles und Geistiges in einer Wechselwirkung stehen und so beginnt der "kleine Unterschied" mit dem Y-Chromosom. Und hier zeigt sich am Anfang ein eklatanter Vorteil für das männlichen Geschlecht. Spermien mit XY-Chromosomen bewegen sich schneller als Spermien mit XX-Chromosomen, so dass es doppelt so häufig zu einer Befruchtung in derjenigen Kombination kommt, aus der sich ein Mann entwickelt.

Aber hier findet schon ein erster Ausgleich statt: Es sterben während der Schwangerschaft sehr viel mehr männliche Embryonen ab, so dass nur wenige Mädchen weniger als Jungen zur Welt kommen. Im Durchschnitt besteht zunächst ein Verhältnis von 106 : 100 für die Jungen.

Dieser schmale Überhang verflüchtigt sich bald durch eine höhere Sterblichkeitsrate bei männlichen Säuglingen. Der quantitative Vorteil am Anfang gleicht sich durch eine geringere Robustheit des männlichen Kindes aus. Auch im späteren Leben ändert sich das nicht. Tod durch Unfälle, durch Kriege, durch den Herzinfarkt im besten Mannesalter, lassen den Mann in Gegensatz zu den zählebigeren Frauen, von der Überlebenschance her, als das schwächere Geschlecht erscheinen. Auch die Lebenserwartung hinkt deutlich hinter der der Frau her.

Zunächst wird aber, selbst in unserer modernen Gesellschaft, dem männlichen Kind der Vorrang eingeräumt. Die Geburt des ältesten Sohnes löst bei den Eltern im allgemeinen eine besondere Befriedigung aus (Stammhalter!). Tatsächlich ist es so, dass sich das männliche Kind der größeren gesellschaftlichen Wertschätzung erfreut. Könnten Eltern das Geschlecht ihres Kindes bestimmen, würde sich die Mehrheit in weit überwiegender Zahl für einen Sohn entscheiden.

Aber wie geht es weiter?

Bereits im Kindergarten erweisen sich Mädchen als anpassungsbereiter. Die anstrengendere Erziehung der Jungen unterstützt eine aufkommende Präverenz für Mädchen, weil sie im allgemeinen besinnlicher spielen und weniger Unruhe produzieren. Geraten Jungen im Vorschulalter in Konkurrenz zu den Mädchen, so mindert sich schon hier die Vorrangstellung des Jungen. Das liegt auch daran, dass Jungen in ihrer Entwicklung ein langsameres Tempo einschlagen als Mächen.

Bereits ab dem 2. Lebensjahr entwickelt das männliche Kind beim Spielen geschlechtsspezifische Vorlieben: Bauen, Erfinden, Kombinieren, Kämpfen, Spiele mit Autos und anderen beweglichen Materialen dominieren. Da der kleine Junge mehr dazu neigt, seinen Willen mit Muskelkraft durchzusetzen, erregt er in seiner Umwelt viel häufiger Anstoß als ein Mädchen. Dadurch ist er mehr Tadel ausgesetzt. Im allgemeinen werden die Mächen von den Erwachsenen in Schutz genommen.

Dies führt dazu, dass ab dem 5. - 7. Lebensjahr eine starke Ausschließlichkeit zu männlichen Spielkameraden hin erfolgt. Hier sind Rangeleien, wilde Spiele und dergleichen an der Tages- ordnung. Hier erweist es sich dann als erheblicher Nachteil, wenn Jungen in diesem Alter ausschließlich von weiblichen Bezugspersonen umgeben sind. Wichtig wäre hier die Identifikation mit dem Vater oder einer männlichen Bezugsperson, um sich seiner selbst gewiss zu werden. Fehlende männliche Bezugspersonen mindern die seelische Stabilität. Dass in den unteren Klassen der Schulen hauptsächlich Lehrerinnen unterrichten erweist sich somit als Nachteil.

Die weitere Entwicklung von Mädchen und Jungen verläuft dann in verschiedenen Phasen, wobei einmal die Jungen und dann wieder die Mädchen dominieren. Mal sind die Mädchen schneller von Begriff und zeigen eine höhere Begabung und dann sind es wieder die Jungen. Der Einfluss weiblicher bzw. männlicher Hormone beeinflusst auch hier in starker Weise das Verhalten.

Die Begabung zum abstrakt logischen Denken, welche die Männer in den reinen Naturwissenschaften zeigen und sie für die Technik favoritisiert, scheint sich unter dem Einfluss männlicher Geschlechtshormone mächtig zu steigern und das bezieht sich nicht nur auf mathematische Fähigkeiten.

Wesensunterschiede, die das Typisch-Männliche ausmachen, sind von Hirnforschern in den letzten Jahrzehnten in vielfältigen Untersuchungen bewiesen worden. Dass das bessere räumliche Vorstellungsvermögen der Männer seinen Ort im Gehirn hat, war die Entdeckung einer Sandra Witelson und ebenso dass die Hirnhälften des Mannes stärker vernetzt sind. Männer sind besser dafür ausgestattet, Informationen über weite Strecken des Gehirns hin- und herzuschicken.

Der holländische Hirnforscher Dick Swaab wies nach, dass ein Kern im Hypothalamus nicht nur doppelt so groß ist, wie bei der Frau, sondern auch doppelt so viele Zellen enthält. Und nicht vergessen darf auch werden, dass das männliche Hirn ein größeres Volumen, als das der Frau hat. Hinzu kommt, dass das Testosteron beim Mann dazu führt, dass er zu einem im weitesten Sinne "aggressiven" Verhalten neigt, was sich seiner Natur nach in "Kampfeswillen", "Durchsetzungsvermögen" bzw. "Draufgängertum", "Imponiergehabe" und im jugendlichen Alter in "Mutproben" zur "Bestätigung der Männlichkeit" aber auch in Beschützerinstinkten und Verteidigungsverhalten gegenüber seiner Familie, zeigen kann.

Bei der Erwähnung dieser Fakten kann es nicht darum gehen, die Frauen als "dümmer" oder "unbegabter" hinzustellen, sondern darum, darzulegen, dass es tatsächlich weitreichende Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die Wirkungen haben, die sich nicht wegdiskutieren oder wegideologisieren lassen. Die Stärken der Frauen, die es mit denen der Männer durchaus aufnehmen können, liegen auf genz anderen Gebieten.

Hier gilt zu erkennen, dass die Dinge nun mal so liegen und untaugliche Versuche zur "Veränderung der Welt" und "Verbesserung der Gesellschaft" zu unterlassen.

Das männliche Geschlecht muss, um zu sich selbst zu finden, deshalb entsprechend geführt und motiviert werden, um sich im Leben bewähren zu können. Mädchen machen hier eine völlig andere Entwicklung durch.

Das moderne Bildungswesen, dass auf diese Unterschiede keine Rücksicht nimmt, sondern der Genderideologie folgend davon ausgeht, dass die unterschiedlichen Verhaltens- und Wahrnehmungsmuster "anerzogen" sind und der Beliebigkeit unterliegen, kann sich deshalb nur nachteilig auswirken.

Das Destruktive dieses Trends führt zu einer gefährlichen Benachteiligung des Mannes bei gleichzeitig steigender Depressionsneigung bei Frauen, die sich für eine volle Erwerbstätigkeit entschieden haben. Das alles ist schon jetzt enorm kontraproduktiv und existensgefährdent.

Der Ausweg aus dem bestehenden Dilemma kann nur darin bestehen, dass die Schöpfungsordnung wieder als solche erkannt und akzeptiert wird, wozu auch gehört, die Jungen während ihrer Entfaltung besser zu verstehen und ihnen besser gerecht zu werden. Der Mann braucht dazu Selbstreflexion, die ihm eigentlich fremd ist und die Frau braucht Kenntnis seiner Wesenheit. Und das heißt: keine Erwartungen an ihn zu stellen, die er auf Dauer nicht erfüllen kann; denn Jungen sind anders als Mädchen, Männer anders als Frauen.

Kaum eine andere Wortwahl kann soviel Unzufriedenheit und Unruhe stiften, wie der lautstarke Gebrauch des Wortes "Benachteiligung". Auf dieser Schiene kam es zu einer Überbetonung des Weiblichen und zu einem Anspruchsdenken auf Seiten der Frauen, mit der Folge, dass immer mehr Ehen geschieden werden, wenn die Männer überzogenen weiblichen Ansprüchen nicht mehr genügen können.

Die Männer heute ducken sich zwar ziemlich lange geduldig aber irgendwann ist das Maß doch voll. Sie werden wütend, sie hauen um sich, setzen sich ins Unrecht und schon reicht die Frau Gemahlin die Scheidung ein. In 67% der Fälle sind es Frauen welche die Scheidung einreichen.

Die Waage der Gerechtigkeit neigt sich von daher bereits zur entgegengesetzten Seite. Die Männer in der psychotherapeutischen Praxis sind z.Z. in der Mehrzahl solche, die durch die Ansprüche ihrer Ex-Frauen in existenzielle Not oder auch in noch größeres Leid, etwas durch den Entzug der Kinder, geraten sind.

Die Fülle der neuen Forschungsergegnisse sollte dazu führen, den Jungen und Männern besser gerecht zu werden, ihren besonderen Begabungen und Lebensaufträgen. Es kann also nicht darum gehen, ständig die "Selbstverwirklichung" der Frauen einseitig in den Vordergrund zu schieben; wenn es so etwas wie "Selbstverwirklichung" gibt, dann muss dies auch für Männer gelten, damit sie ihrer Bestimmung gemäß leben können.

Aber dazu bedürfte es zunächst einer gründlichen Ernüchterung, einer bewussten Überwindung von Ideologien. Mit der Genderideologie und ihren gleichmacherischen Rasenmähermethoden werden wir die Zukunft nicht bestehen.


(Autor: Jörgen Bauer)



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