Studienreisen, Naturaufnahmen, Weisheiten, Gedichte und mehr ...

Kindergeschichten / Gutenachtgeschichten mit Jonas

Inhalt

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

(Mit obiger Navigationsleiste kann innerhalb des Kindergeschichten-Menüs geblättert werden)


Jonas dreht einen Tierfilm




Jonas hatte sich bitterlich bei seinen Eltern darüber beschwert, dass sie dieses Jahr nicht mit ihm in den Urlaub fuhren. "Wir können dieses Jahr nicht in Urlaub fahren, denn Papa war lange ohne Arbeit und wir haben unsere Ersparnisse bis auf einen kleinen Rest aufgebraucht. Im nächsten Jahr sieht es vielleicht schon wieder besser aus, wenn Papa seinen Arbeitsplatz behält", sagte Mama. Doch an diesem Abend tat Papa sehr geheimnisvoll und nachdem er Jonas eine Geschichte vorgelesen hatte, sagte er: "So, mein Sohn, ich habe morgen einen Tag frei bekommen und wir werden uns auf eine gefährliche Expedition begeben.
Beim Joggen ist mir aufgefallen, dass wir in einer Gegend wohnen, wo Massen von äußerst seltenen Gnapsen leben.
Der große Tierforscher Jonas Zebralla wird einen Dokumentarfilm über die verschiedenen Gnapsarten drehen."
"Was sollen denn Gnapse sein, Papa?" fragte Jonas.
"Gnapse sind äußerst seltene Tiere und kommen nur in dieser Gegend Deutschlands, dafür aber in sehr vielen Arten vor", erwiderte Papa.
Jonas war so aufgeregt und so gespannt auf den nächsten Tag, dass er wieder einmal die Kirchenuhr elfmal schlagen hörte, bevor er einschlief.
Am nächsten morgen bereitete Mama bereits in der Küche einen Proviantkorb vor, als Jonas aufstand. Papa hantierte mit seiner Digitalkamera und nachdem Jonas gefrühstückt hatte, erklärte ihm Papa die wirklich kinderleichte Bedienung der Kamera. Dann sollte Jonas den Anfang des Filmes drehen. Papa saß wie ein Ansager im Fernsehen im Wohnzimmersessel und erklärte, dass die Zuschauer nun auf eine interessante Reise in die Welt der Gnapse mitgenommen würden. Zum Schluss sagte er, dass er stolz sei, für die Durchführung dieses Projektes den berühmten Tierfilmer Jonas Zebralla gewonnen zu haben…
Mama gab dem Tierfilmer und dem Kommentator noch einen Kuss und im Anschluss daran ging das Abenteuer los.
Zuerst wanderten sie zu einem großen Ameisenhaufen am Rande eines Fahrradweges. Jonas ging mit seiner Kamera ganz nah heran und Papa erklärte, dass das keinesfalls Ameisen seien, sondern Exemplare des braunleibigen Arbeitsgnaps, dessen Völker unglaublich fleißig wären. Danach gingen sie weiter zur Kuhwiese, auf der sich aber heute nur viele gescheckte, milchgebende Eutergnapse befanden. Als sie ihren Weg fortsetzen wollten, zuckte Papa plötzlich zusammen und zeigte mit entsetztem Gesicht auf eine am Boden liegende Eichel, die Jonas filmen sollte. "Hier haben wir es nicht etwa mit einer herkömmlichen Eichel zu tun, sondern mit einer besonders gefährlichen Gnapsart, dem plötzlich hochspringenden Eicheltarngnaps, dem schon ungezählte kleine Tiere auf den Leim gegangen sind.
Er gilt als sehr selten und als sehr gefährlich", kommentierte Papa in die Kamera, die Jonas nun ganz nah an den Eicheltarngnaps heranfuhr. Weiter ging es in den nahegelegenen Wald, in dem Mama immer mit ihrer Breitensportgruppe lief. Dort entdeckten sie in lockerer Reihenfolge einen weithüpfenden Grünsprenkelgnaps, der entfernt an einen Frosch erinnerte, den schwarzen Langsamkriechkäfergnaps mit schillernd blauen Flügeln, einen haustragenden Schleimspurgnaps und letztlich, als sie bereits Stunden unterwegs waren und der Picknickkorb sich leerte und dem Tierfilmer Jonas Zebralla die Füße weh taten, gelang ihnen eine sensationelle Aufnahme eines Gnaps, von dem es weltweit noch etwa fünf Stück gab, wie Jonas Papa behauptete, dem rotbebrillten Wasserquellengnaps. Papa hatte sich ein altes Schaffell über den Kopf gehängt, seine riesengroße rote Brille aufgesetzt, die vor zehn Jahren Mode war, sich hinter einem Baum versteckt und gewartet, dass Jonas ihm das Zeichen gab, dass die Kamera lief. Nun kam er hinter dem Baum hervorgehüpft und schnüffelte mal hier und mal da. Das sah so lustig aus, dass Jonas die Kamera kaum still halten konnte, weil er das Lachen unterdrückte. Als die beiden sich glücklich und erschöpft vom Wandern auf den Heimweg machten, sagte Papa zu Jonas:
"Ist nicht alles wunderbar, was Gott geschaffen hat, damit wir es bewahren. Schau einmal die wunderbare Pflanzen- und Tierwelt.
Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass selbst alle Professoren der Welt nicht einen Marienkäfer erschaffen können, der lebt. Hat er nicht völlig recht?" Jonas hatte andächtig zugehört und stimmte seinem Papa mit heftigem Kopfnicken zu. Und noch etwas ging ihm durch den Kopf. Er bekam etwas sehr wertvolles von seinen Eltern. Etwas, was viele Kinder nie oder nur sehr selten bekamen, nämlich Zeit und Aufmerksamkeit.

Als Mama, Papa und Jonas sich diese wundervolle Tierdokumentation am Abend anschauten, war Jonas sehr glücklich, denn was war schon ein Strandurlaub gegen eine gefährliche Expedition ins Land der tausend Gnapse?

Autor: Hans-Georg Wigge



Weitere Kindergeschichten finden Sie auf www.christkids.de unter christliche Kindergeschichten




christliche Kinderwebsite

mit dem Tausendfüßler Raphael
... mit biblischen Botschaften

www.christkids.de

Buchneuerscheinung!


Nun auch Band 2 erschienen

Kindern biblische Geschichten und geistliche Grundwahrheiten vermitteln.

Raphael-Kinderbücher