Studienreisen, Naturaufnahmen, Weisheiten, Gedichte und mehr ...

Kindergeschichten / Gutenachtgeschichten mit Jonas

Inhalt

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Jonas und der Märchenopa




Nichts tat der Opa von Jonas lieber als ihm ausgedachte Geschichten und Märchen zu erzählen. Gerne übertrieb er dabei ein wenig. Doch nie war das zum Nachteil für andere Menschen, sondern immer zur Freude. Sie brachten die Leute zum Lachen und Lachen war gesund, behauptete Jonas´ Papa. Jonas nannte seinen Opa liebevoll "meinen Märchenopa".
Opa nannte seinen Jonas liebevoll "mein Putzemännchen", denn als Jonas geboren war und seine Großeltern ihn im Krankenhaus das erste Mal zu Gesicht bekamen, hatte Oma entzückt gerufen: "Was für ein putziges Männchen!"
Als Opa wieder einmal zu Besuch kam, um Gemüseabfälle für Jonas´ Zwergkaninchen Nissel zu bringen, bat Jonas ihn um eine Geschichte, da er die Geschichten von Opa liebte.
"Na gut, Putzemännchen", sagte Opa, "aber heute erzähle ich dir eine wirklich wahre Geschichte. Als ich noch klein war, so in deinem Alter, musste ich nach der Schule auf einer Wiese in der Nähe unseres Hauses die Kühe hüten. Es war Herbst und der nahende Winter kündigte sich bereits durch kalte Temperaturen und eisige Winde an. Nun musst du wissen, dass früher der Herbst und der Winter viel kälter waren als heute. Im Winter war es manchmal so kalt, dass selbst die Schneeflocken Winterjacken trugen", übertrieb Opa zwischendurch doch ein wenig. Jonas lachte. Opa erzählte weiter: "Wir waren damals so arm, dass ich barfuß in meinen Schuhen lief und dementsprechend von morgens bis abends eiskalte Füße hatte. Immer wieder suchte ich nach einer Lösung, um meine Füße zu wärmen. Dann kam mir der Geistesblitz.
Jedes Mal, wenn eine Kuh etwas hinten herausfallen ließ, zog ich meine Schuhe aus und stellte mich in die wärmende Masse.

Danach waren die Füße erst einmal wieder aufgewärmt, bis die nächste Kuh für neues Heizmaterial sorgte. Auch im Sommer nutzten wir dieses vielseitige Naturprodukt, indem wir Anlauf nahmen und durch den Glibber um die Wette durch die Wiese surften. Sieger war, wer die längste Rutschpartie schaffte. Du siehst, Putzemännchen, wir waren früher zwar arm, hatten aber viel Fantasie und immer gute Ideen, um uns die Zeit zu vertreiben."
Dass diese Geschichte stimmte, glaubte Jonas auf´s Wort, denn mit guten Ideen und Wissen über die Natur konnte es niemand mit seinem Märchenopa aufnehmen. Wie oft hatten sie zusammen Blaubeeren gesammelt oder abgeerntete Felder "abgestoppelt", das bedeutete, die restlichen Kartoffeln oder Mohrrüben einzusammeln, die die Landwirte liegengelassen hatten. Opa hatte ihm auch den Kartoffelweitwurf beigebracht. Man steckte eine Kartoffel auf einen angespitzten Stock, holte weit nach hinten aus und schleuderte sie dann ruckartig nach vorne.
Oma sagte dann meistens. "Ach Opa, du bringst dem Jungen nur Unsinn bei!" Sehr viel Spannendes und Wissenswertes aus dem Wald hatte Opa seinem Putzemännchen bei vielen unvergesslichen gemeinsamen Ausflügen beigebracht und andere Kinder staunten, wie gut Jonas sich in der Natur auskannte.
Mama, die beim Bügeln mit einem Ohr die Geschichte über´s Füße wärmen mitgehört hatte, schien Jonas´ Gedanken lesen zu können. Nachdem Opa wieder fort war sagte sie zu Jonas: "Komm ja nicht auf die Idee, das mit dem Füße wärmen auszuprobieren!"
Gerade hatte Jonas mit dem Gedanken gespielt, die Kühe des Dorfbauern Meier und deren hinten herauskommenden Produkte versuchsweise zum Füße wärmen oder Kuhmistsurfen zu nutzen!
Manchmal war Mama ihm einfach unheimlich!

Autor: Hans-Georg Wigge



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